Solidarität ist unsere Waffe!

Montag, 01.05.2017

Göttingen: 300 Menschen bei Solidaritätskundgebung und wütender Spontandemo

Nach DNA-Entnahme gegen Antifaschisten

Gut 300 Menschen beteiligten sich am Freitag Abend an einer
Solidaritätskundgebung und einer anschließenden wütenden
Spontandemonstration in Göttingen.

Den Aktionen vorausgegangen war eine erzwungene DNA-Entnahme gegen einen linken Aktivisten in Göttingen. Der 20-Jährige war am Vormittag in Begleitung von seinem Rechtsanwalt sowie VertreterInnen aus Politik und Gewerkschaften in der Polizeiwache Jheringstraße erschienen. Die Polizei hat ihn vor drei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben. Seit der
Antirepressionsdemonstration letzten Samstag befand sich der
Antifaschist wieder in Göttingen und nahm nach der Teilnahme an der
Demonstration seinen Lebensalltag wieder auf (siehe dazu auch unsere
Erklärung # 1 vom 28.1.2011)

In einem kurzen Redebeitrag erklärte ein Sprecher während der Kundgebung am Abend: "Wir sind heute hier, um unsere Wut auf die Straße zu tragen.
Jeder Angriff auf einen oder eine von uns ist ein Angriff auf uns alle!
Kein Angriff bleibt unbeantwortet!". In einer wütenden Demo zog die
Menge unangemeldet durch die Stadt, zahlreiche Feuerwerkskörper wurden
gezündet, Baustellenabsperrungen und Müllcontainer auf die Straßen gezerrt.

Zu Konfrontationen mit der Polizei kam es auf dem Uni-Campus, als
Einsatzkräfte dem wohlgemeinten Ratschlag der Demonstrierenden, nicht
mit auf das Areal der Universität zu folgen, ignorierten. Es kam in Höhe der Uni-Bibliothek zu tumultartigen Szenen, in deren Verlauf die Demo die Polizei schließlich erfolgreich vom Campus jagte. Die Demo endete ohne Festnahmen zurück auf dem Markt.

"Heute Abend ist der richtige Zeitpunkt, an dem Robert Kruse, Hans Hugo
Heimgärtner und andere Verantwortungsträger überdenken könnten, ob sie
den eingeschlagenen Eskalationskurs gegen die Linke in dieser Stadt
fortführen wollen oder ob sie sich zukünftig nicht zumindest an ihre
eigenen Regeln und Gesetze halten wollen", kommentierte eine Sprecherin
der A.L.I. die spührbare Empörung und Wut nach der erzwungenen
DNA-Entnahme.

Antifaschistische Linke International >A.L.I.<

c/o buchladen, nikolaikirchhof 7, 37073 goettingen
tel 0551-7704889 fax 0551-7704362
mail ali [at] inventati.org
i-net www.ali.antifa.de | www.inventati.org/ali

siehe auch: 20-jähriger Göttinger verweigerte DNA-Abgabe


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